(Originalausgabe) Paint it black von Janet Fitch

Klappentext: Los Angeles, 1980. Während der Tod John Lennons die Menschen erschüttert, genießt Josie zum ersten Mal höchstes Glück. Die Liebe von Michael überstrahlt ihr Leben, bis sie durch seinen Freitod aus der Welt zu fallen droht. Verzweifelt auf der Suche nach Michaels Motiven, gerät sie in den gefährlichen Bannkreis seiner Mutter. Die berühmte Konzertpianistin scheint alles zu haben, nur keine Seele. Sie gehorcht der Maxime Oscar Wildes: Man tötet das, was man liebt.

Meine Meinung: Dieses Buch scheint dafür gemacht laut gelesen zu werden – ich rede hier übrigens von der englischen Version. 
Ein sprachgewaltiges Feuerwerk aus aneinander gereihten englisch kehligen Vokal-lauten, und inmitten all dieser Poesie Jennifer Jason Leigh, reitet auf der Sprache wie auf einer Welle, und surft sich so für 6 Stunden durch meine Gehörgänge, um mich und meinen Mp3 Player in die Knie zu zwingen.
So, nun ein kurzer Moment, in dem ich versuche eben mal wieder runter zu kommen…
Gut, weiter mit der Rezension!
Zum Plot sei gesagt, dass es keinen gibt. Das Buch besteht vielmehr aus der Grundannahme: Trauerarbeit. In dieser versucht sich Josie, nachdem sich ihr Freund Michael in den Kopf geschossen hat und geht langsam aber stetig seine Schritte bis zum Selbstmord nach, wobei sie sich gefährlich nah an Michaels damaligen Geisteszustand annähert.
Ich mochte das Buch vor allem wegen der Sprache, die unterstützt von Jennifer Jason Leighs schlurfiger Leseweise etwas lockeres, lässiges – etwas besonderes erhält, das sich zu einem Kunstwerk aus Worten hochstilisiert.
Ich war schwer beeindruckt und würde diesen Roman jedem empfehlen, der gerne und viele Hörbücher hört und noch eine Stufe härter gehen will…
Zum Hörbuch: Ich bemitleide jeden, der Anna Thalbachs Hobbitstimme lauschen muss. Für Jenifer Jason Leigh, als Sprecherin dieses Romans lohnt es sich Englisch zu lernen. Sie liest mit einem Rauch in der Stimme als würde sie jeden Morgen mit einem Glas Whisky gurgeln. Den Text wirft sie dem Hörer mal eben non-challant in die Ohrmuschel, als würde sie sich mit diesem Hörbuch nur aufwärmen. Etwas ähnliches habe ich noch nie gehört, die Frau hat Magie in der Stimme…
Fazit: I see a red book and I just want „paint it black„! – ja, das musste sein.

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11 Kommentare zu “(Originalausgabe) Paint it black von Janet Fitch”

  1. Ich habe das Buch vor einiger Zeit bei Jokers schon gesehen und war versucht es zu kaufen. Ich glaub, das muss ich jetzt echt haben. Außerdem mag ich deinen Schreibstil. Du haust die Worte raus, die du in dem Moment wohl fühlst. Me likey!

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  2. Hach… witzig. Ich war gestern mit meiner Freundin in der Buchhandlung und habe dieses Buch da liegen sehen. Für 5€ oder so. Ich dachte mir: Hey, das hast du doch irgendwo schon mal gesehen und ne Rezi gelesen! Das Buch klang total toll und dann dachte ich: Schaust du lieber noch mal nach den Bewertungen! Jetzt hab ich es liegen gelassen und erinner mich gerade erst, dass ich die Rezi bei dir gelesen hatte. Jetzt muss ich es irgendwie doch haben ><

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