(Originalausgabe) True things about me von Deborah Kay Davies

The curtains rippled on a breeze smelling of freshly cut grass, and I felt ready for action.

Klappentext: From their first encounter, late one night in an underground car park, the narrator of True things about me is intoxicated by a stranger who seems to overwhelm her quiet life. But beneath the surface something takes hold that will drive her to extremes of pleasure – and finally, on a cold and eerie night, to face up to her fate.

Meine Meinung: Einatmen… Ausatmen… Kurz, aber prägnant Schreien… Dann erstmal sitzen, in Stille, verdauen, was ich da gerade gelesen habe… Eines der besten Bücher dieses Jahres!
Literarische Konventionen scheinen unwichtig, so hat die Autorin – in alter Fight Club Manier – ihrer Hauptfigur nicht mal einen Namen gegeben.
Sie ist die Erzählerin ihrer eigenen hoffnungslosen, eigentlich schon masochistischen Liebe zu einem Fremden. Einem ehemaligen Sträfling mit blonden Locken, der sie eines Abends zu einem sexuellen Abenteuer verführt und seitdem ihre Gedanken bestimmt. Ohne Vorwarnung taucht er bei ihr auf, er gibt ihr Lust und nimmt ihr… alles.
Dieses Buch ist wohl am interessantesten im Original, da es in englischer Umgangssprache verfasst ist – was dem Text viel an schwarzem (britischem) Humor verleiht, den eine Übersetzung wohl so nicht liefern kann. Es ist die Melodie der kolloquialen Ausdrücke, welche sich durch meinen Kopf schlängeln und ihr Echo überall dorthin schallen lassen, wo es mich danach hungert, die dem Buch etwas revolutionäres verleiht.
Dieses Buch ist kurz und brutal und es ist gerade dies, was den Leser so aufwühlt, aussaugt, leer zurück lässt, um ihn dann völlig auszufüllen. Mein Kopf ist voll bis zum Rand mit dieser Geschichte, die mich wohl das ganze Jahr nicht mehr loslassen wird.
Beeindruckend ist vor allem, wie sich der Plot von einer nichts-sagenden Begegnung in ein Drama griechischen Ausmaßes steigert, nur um dann abrupt abzubrechen —

Fazit: Ein Debut, das einem die Schuhe auszieht… und danach die Wohnung ausräumt.

Meine Lieblingszitate:

  • I had a fierce headache and (my parents‘) soft conversation was like a light rain falling on the hot roof of my head.
  • I tried to whip some feelings up but the inside of my chest was as hollow as an empty rubbish bin; totally, absolutely dried up, with my poor, tiny heart lying at the bottom like a crushed coke can.
  • …old male friends my parents probably kept under the stairs, and wheeled out for special occasions grabbed the chance for a grope.
  • …round the back of my little heart I could hear a lonely breeze whistling away everything I cared about.
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8 Kommentare zu “(Originalausgabe) True things about me von Deborah Kay Davies”

  1. Hi Katarina, mal wieder eine sagenhaft gute Rezension, das hatte ich gemeint 😀 Die Blogvorstellung ist im übrigen schön geworden, find ich 🙂 Ich glaube aber das dieses Buch für den eher unbegabten englisch-Buch-konsumierer nicht so einfach zu verstehen ist,oder wie siehst du das?LG————————————————www.ThrillerOnline.deJeden Montag neuer Lesestoff

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