(Hörbuch) 19 Minuten von Jodi Picoult

Peter wird von seinen Mitschülern gemobbt. Eines Tages bringt er eine Pistole zur Schule und erschießt zehn Schüler. Nun wird Peter der Prozess gemacht, Vorsitzende im Prozess ist keine andere als die Mutter von Peters Sandkasten Freundin Josi.

Gedanken zum Buch…

Jodi Picoult ist die Königin der Problemwälzer. Ihre Romane lesen sich wie amerikanische TV Filme. Auch in diesem Buch widmet sie sich wieder einer Gewissensfrage. Ich finde das sehr interessant; ich schaue aber auch gerne amerikanische TV Filme 😉

Der Roman ist in der dritten Person geschrieben und folgt wechselnden Charakteren innerhalb eines Ensembles. Alle Charaktere sind miteinander verbunden und durch die verschiedenen Perspektiven erfährt man nach und nach die ganze Geschichte. Ich bin kein Fan dieser Erzählweise, da sie zu viel verrät. Ich möchte darüber rätseln, wer die Charaktere sind und ob sie die Wahrheit sagen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Wechsel manchmal auf Kosten der Charaktere gehen und diese stereotyp wirken lassen.

Der Roman spielt in einer amerikanischen Kleinstadt, an einer amerikanischen High School. Das ist für mich ein alter Hut und nichts aufregendes mehr. Allerdings ist bei Picoult das wo auch eher zweitrangig. Interessant sind die Einblicke in den Gerichtssaal, Picoults anderes Markenzeichen.

Der Stil der Autorin scheint mir absolut makellos. Sie schreibt gut verständlich und nüchtern. Was mich etwas enttäuscht, ist dass sie sich keine Mühe gibt den Charakteren individuelle Stimmen zu geben. Jede Figur erzählt die Geschichte in der gleichen klaren Sprache, egal ob männlich oder weiblich, Polizist oder Schulmädchen.

Für Fans von Jodi Picoult und auch alle anderen ist dieses Buch wieder mal ein Leckerbissen. Das Hörbuch ist übrigens nicht empfehlenswert 😦

4 Kommentare zu „(Hörbuch) 19 Minuten von Jodi Picoult“

  1. Oh je,warum war denn die Hörbuchversion ein Fehlgriff?
    Merkwürdigerweise ist „19 Minuten“ Picoults einziges Buch,das mich bisher gar nicht reizt, was aber auch einfach an der Thematik liegt, die in den letzten Jahren zu omnipräsent ist – wenn aller paar Monate über solche Fälle in den Medien berichtet wird, habe ich keine Lust, zusätzlich noch ein Buch darüber zu lesen.

    Was die Sache mit den wechselnden Charakteren angeht, hatte ich bislang bei keinem ihrer Romane das Gefühl, dass dies auf Kosten der Charaktere geht. Allerdings kann ich darüber bei „19 Minuten“ nicht urteilen und muss mich auf dich verlassen 😉 Generell liebe ich die wechselnden Erzählperspektiven – in anderen Roman von Jodi Picoult wird allerdings dadurch auch nie zu viel verraten bzw. nie etwas vorweggenommen. Auf jeden Fall bin ich mir nun sicher, „19 Minuten“ wirklich nicht zu lesen bzw. wird es wohl das letzte Buch von Picoult sein, das ich je lesen werde – ihre anderen sind klingen einfach viel spannender 😀

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    1. Das Buch war in Ordnung, die Sprecher liessen leider zu wuenschen uebrig. Fuer Picoult muss man in der Stimmung sein, dafuer weiss man was man kriegt. Meiner Meinung nach macht sie es sich mit ihren wechselnden Perspektiven etwas zu einfach, aber da bin ich wohl mehr Schreiber als Leser 😉

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  2. Das Buch steht auf einer meiner Challenge-Listen für dieses Jahr.
    Falls dich das Thema Amoklauf interessiert, kann ich dir das Jugendbuch „Die Hassliste“ von Jennifer Brown mehr als ans Herz legen.

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