Die Bücherphilosophin zieht in ein eigenes Zimmer…

Wer meinen Blog in den letzten Tagen aufmerksam verfolgt hat, dem dürften einige Änderungen aufgefallen sein und ich rede hier nicht nur vom neuen Design. Der geneigte Leser wird festgestellt haben, dass sowohl der Rezensionsindex als auch die Seite zum „Blogprojekt: Lesen ist hardcore!“ geschrumpft ist und das liegt nicht etwa an einem verspäteten virtuellen Frühjahrsputz. Ich habe mich bewusst dazu entschieden einen Teil meiner Rezensionen zu archivieren, denn ich will meinem Blog eine neue Richtung geben. Lange spukte diese Kursänderung in meinem Kopf herum und ich konnte mich nie so recht entschließen sie in die Tat umzusetzen. Doch seit meiner Pause und dem Neuanfang danach reicht mir das Querbeetlesen einfach nicht mehr. Ich vermisse die Begeisterung mit der ich noch vor vier Jahren meine Leselisten zusammenstellte und darüber schrieb, welche Bücher mich gerade so richtig verzauberten.

Wer Virginia Woolf gelesen hat, der ahnt sicher schon worauf ich hinaus will. Nach langer Rede also kurz der Sinn: Die Bücherphilosophin spezialisiert sich ab sofort auf Belletristik von Frauen.

Geht es hier also ab sofort nur noch um Schwangerschaftsstreifen und Menstruationsbeschwerden? Ganz bestimmt nicht. Wer selbst viel und gerne liest wird wissen, dass Frauen über alle möglichen Themen und aus allen möglichen Perspektiven schreiben und diese müssen nichts mit den körperlichen Besonderheiten des schönen Geschlechts zu tun haben. Ich hoffe das genügt, um meine männlichen Leser davon zu überzeugen, dass dieses Blog weiterhin eine Sammelstelle für interessante und lesenswerte Bücher sein wird. Werde ich noch Bücher von Männern lesen? Natürlich. Werde ich sie hier rezensieren? Wohl nur im Ausnahmefall – ich habe da schon einen Plan, wie ich meine Lieblingsautoren trotz des neuen Blogkonzeptes hier vorstellen kann. Ich plane ebenfalls weiterhin Bücher der meisten Genres zu lesen, Krimis und historische Romane mag ich nach wie vor nicht, vieles bleibt also beim Alten, nur der Fokus verschiebt sich geringfügig.

Warum nun der Wechsel? Zunächst einmal verlangt er von mir persönlich, einer Leserin die ohnehin schon zu circa 2/3 Bücher von Frauen liest und damit schon viele Lieblingsbücher und -autorinnen entdeckt hat, kein großes Umdenken, auch wenn mein SuB auf einmal nur noch halb so groß ist. (An dieser Stelle mache ich Dich, liebe Leserin, mal ganz nebenbei auf mein Tauschticket Konto aufmerksam.) Dann muss ich sagen, dass mir erfahrungsgemäß Romane aus Frauenhand besser gefallen, thematisch und in der Weise, wie sie geschrieben sind. Wenn ich aber mal von meinem eigenen Bücherregal absehe, auf Neuerscheinungen und Feuilletonrezensionen schaue, sind Frauen in der Regel völlig unverdient unterrepräsentiert. Es gab vor etwas über einem Jahr eine sehr interessante Diskussion innerhalb der Blogosphäre, darüber dass Blogs durch ihre Unabhängigkeit eine individuell gestaltete Alternative zur gängigen Rezensionspresse schaffen (können), und genau das will ich mit diesem Wechsel in Angriff nehmen.

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2 Kommentare zu „Die Bücherphilosophin zieht in ein eigenes Zimmer…“

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