Wenn schon nicht Frankfurt, dann wenigstens Lesen… Der letzte Tag!

Eigentlich hatte ich vorgehabt in diesem Jahr auch mal auf die Frankfurter Buchmesse zu gehen, aber wie schon in den Jahren zuvor klappte es terminlich einfach nicht. Da habe ich mich natürlich gefreut als ich per Tweet zum Lesemarathon (auch #minathon) für Daheimgebliebene eingeladen wurde. Ob ich nun wirklich von heute bis einschließlich Sonntag 22 Uhr durchlesen kann, das wird sich zeigen, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Denn wenn ich schon nicht durch die Frankfurter Messehallen schlendern kann, dann möchte ich dieses Wochenende wenigstens gepflegt literarisch vernetzt verbringen. Wie es der Zufall so will habe ich sogar „Alle Farben Rot“ von Laksmi Pamutjak (bisher ungelesen) im Regal stehen – Indonesien wird dieses Wochenende also auch im eigenen Zimmer der Bücherphilosophin Ehrengast sein.

Gut geplant ist halb gelesen…

Damit das Marathonlesen bei mir nicht irgendwann zu Gehirnfrost führt, habe ich mir gleich noch ein paar Eisbrecher zurecht gelegt. Das Hörbuch „Die Geschichte von Zeb“ von Margaret Atwood, falls ich mal keine Hand frei habe, und die aktuelle EMMA, wenn ich mal eine kleine Pause von all dem indonesischen Rot brauche.

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Und dann hatte Mina, die Veranstalterin des Lesemarathons, noch ein paar Fragen an ihre Mitleser…

Liest Du mit jährlichen Bücherlisten? Nimmst Du an Challenges teil?

Eine Leseliste führe ich dieses Jahr nicht, daran könnte ich mich ohnehin nicht halten. Aus demselben Grund nehme ich auch nicht mehr an Lesechallenges teil. Es macht immer großen Spaß sich anzumelden, die Teilnahme anschließend groß anzukündigen und entsprechende Leselisten zu erstellen. Am Ende halte ich dann aber nur drei bis sechs Monate durch und da spare ich mir derartige Vorsätze lieber gleich ganz. Das einzige was ich mir in diesem Lesejahr regelmäßig vornehme ist zum einen vielseitig zu lesen und zum anderen Bücher nicht mehr monatelang im Regal versauern zu lassen.

Wie groß ist Dein SuB?

Auch wenn es für Buchblogger eines der populärsten Themen zu sein scheint, weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie viele ungelesene Bücher ich habe. Ins Regal passen sie alle noch, insofern besteht bei mir kein Grund zur Beunruhigung. Einzig bei von Verlagen gesponserten Büchern habe ich den genauen Überblick. Diesen besonderen SuB versuche ich dann auch immer verhältnismäßig klein zu halten, sprich maximal zehn Bücher, sonst komme ich mit dem Rezensieren nicht mehr hinterher.

Gibt es ein Sachbuch, das Du Deinen Leserinnen ans Herz legen möchtest?

Da gibt es einige, schließlich lese ich im Moment viele interessante Sachbücher. Doch wenn ich durch das Internet hindurch Dein Lesezimmer erreichen und Dir ein Buch in die Hand drücken könnte, dann wäre es „Vagina: Eine Geschichte der Weiblichkeit“ von Naomi Woolf. Denn ich finde jede Frau sollte über ihren eigenen Körper, über dessen Politik und über dessen Geschichte Bescheid wissen.

Hast Du einen Lieblingsverlag?

Einen Lieblingsverlag habe ich im engeren Sinne nicht, ich kaufe am liebsten dort wo in der jeweiligen Saison gute Bücher erscheinen. Natürlich versuche ich auch unabhängige Verlage zu unterstützen, mache daraus aber keine Religion. Generell bevorzuge ich Verlage mit den Schwerpunkten literarische Gegenwartsliteratur und Sachbuch, für Jugendbuchverlage fühle ich mich zu alt und bei Genreverlagen sind die Cover meiner Erfahrung nach oft ansprechender als der Inhalt.

Ein kurzer Rückblick auf den ersten Tag des #minathons…

Leider habe ich gestern nicht halb so viel gelesen, wie ich es eigentlich vorgehabt hatte. Cognitiv hatte ich leider einen schlechten Tag und mein Gehirn kam mir wie in Watte gepackt vor. Dagegen anzulesen ist nicht nur schwer und auf lange Sicht ganz schön kräftezehrend, sondern oft auch völlig sinnlos. Denn ich verstehe nicht mehr was ich da genau lese und kann mich im Nachhinein auch nicht mehr daran erinnern. An solchen Tagen gelesene Geschichten sind also viel zu oft verlorene Geschichten – und dabei wollte ich meiner Lektüre doch meine volle Aufmerksamkeit widmen. Ich habe „Alle Farben Rot“ trotzdem angelesen, aber da das Buch ein ganz schöner Wälzer ist, kommt es mir nicht so vor, als wäre ich damit wirklich weit gekommen. Letztlich bin ich während des Tages oft auf die EMMA umgestiegen. Kurze Sachtexte kann ich im Moment einfach besser verarbeiten als indonesische Epen. Mal sehen was der nächste Tag so bringt…

Ein paar Stunden schlafen, kurz duschen und weiter geht’s…

Meine Bilanz für den zweiten Tag des Lesemarathons schwankt hin und her zwischen traurig und peinlich. Denn das einzige was ich mittlerweile ausgelesen habe ist die aktuelle EMMA. Die war diesen Monat wohl einfach zu interessant oder meine Aufmerksamkeitsspanne war zu klein 😉 Wie dem auch sei, vielleicht schaffe ich es mich auf den letzten Metern noch ein bisschen in „Alle Farben Rot“ zu vertiefen. Gelesen wird es auf jeden Fall, nur eben nicht auf Krampf, wenn mir gerade eigentlich nach was anderem ist. Schließlich soll so ein #minathon ja Spaß machen und nicht etwa in Arbeit ausarten. Trotzdem hatte ich mir etwas mehr erhofft, etwas mehr Motivation und etwas mehr Durchhaltevermögen, aber ich bin eben doch keine Maschine. Und auch wenn das mit dem Marathonlesen bei mir auch mal besser geklappt hat, finde ich mich an dieser einfach mal damit ab, dass es dieses Wochenende wohl nicht so wirklich hat sollen sein – wobei ich beim (inoffiziellen) EMMA Marathon diesen Samstag wohl locker gewonnen hab 😉

Aller guten Tage sind drei…

Ich werde an dieser Stelle einfach mal nicht so tun, als hätte ich im Laufe des letzten Tages des #minathons noch etwas Vernünftiges zustande gebracht. So läuft das jetzt scheinbar bei mir. Einerseits ist das ganz schön frustrierend, andererseits ist es schließlich nur ein Lesemarathon und kein Weltuntergang. Also werde ich mich an dieser Stelle nicht künstlich in irgendwas hinein steigern, sondern mich einfach auf den nächsten #minathon freuen. Der findet am Wochenende des 31. Oktober statt und diesmal wird es gruselig – so viel hat Mina von Aig an taigh schon einmal verraten. Bis dahin schaffe ich es sicher auch endlich „Alle Farben Rot“ zu lesen, vorausgesetzt es erscheint diesen Monat keine neue EMMA Ausgabe…

2 Kommentare zu „Wenn schon nicht Frankfurt, dann wenigstens Lesen… Der letzte Tag!“

  1. Huhu!
    So, jetzt gehe ich gerade noch einmal alle Blogs durch, die sich angemeldet hatten und siehe da! – es gibt Beiträge, von denen ich noch nichts mitbekommen habe!
    Schön, dass Du hier postest, auch wenn Du selbst gar nicht so zufrieden mit Deinem Lesepensum zu sein scheinst. Ich kann Dich trösten. So wirklich voran komme ich dieses mal auch nicht. Es war recht spontan, recht viel los. 🙂
    Und ich finde EMMA lesen zählt!

    Liebe Grüße und frohes Weiterlesen!
    Mina

    Gefällt 1 Person

    1. Freut mich, dass Du Dir trotz eigener Teilnahme die Zeit genommen hast mal bei mir vorbei zu schauen 🙂
      Mein allgemeines Tempo hat sich in den letzten Monaten scheinbar gehörig verringert und ich bin ehrlich gesagt noch in der Akklimatisierungsphase. Da passiert mir dann schon mal sowas, dass ich mir groß was vornehme und meine Nägel am Ende keine Köpfe haben. Aufgeben werde ich aber auf keinen Fall!

      Gefällt 1 Person

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