(Sachbuch) Happier at Home von Gretchen Rubin

„Trautes Heim, Glück allein“; so oder so ähnlich stelle ich mir das vor. Da passt mir das zweite Glücksprojekt von Selbsthilfeautorin Gretchen Rubin natürlich bestens in den Kram…

Download (7)One Sunday afternoon, as she unloaded the dishwasher, Gretchen Rubin felt hit by a wave of homesickness. Homesick—why? She was standing right in her own kitchen. She felt homesick, she realized, with love for home itself. In a flash, she decided to undertake a new happiness project, and this time, to focus on home. And what did she want from her home? A place that calmed her, and energized her. A place that, by making her feel safe, would free her to take risks. Also, while Rubin wanted to be happier at home, she wanted to appreciate how much happiness was there already. So, starting in September, Rubin dedicated a school year to making her home a place of greater simplicity, comfort, and love. Each month, Rubin tackles a different theme as she experiments with concrete, manageable resolutions—and this time, she coaxes her family to try some resolutions, as well.

Während sich Gretchen Rubin in ihrem Buch „Das Happiness Projekt“ noch ganz auf die Vervollkommnung ihres Lebens abseits ihrer Familie und ihres Zuhauses konzentrierte, wendet sie sich in „Happier at Home“ nach innen. Die Idee dahinter kam ihr beim Geschirrspülen, ein kurzer Moment nur in dem sie ihre Familie, ihren Mann Jamie und ihre beiden Töchter, vermisste obwohl sich alle drei nicht weit von ihr im Wohnzimmer befanden. Ein kurioser Moment, der Gretchen Rubin jedoch zu einem Umdenken veranlasste, nicht draußen vor der Haustür ist das Glück zu suchen, sondern in ihren eigenen vier Wänden, bei geliebten Menschen, bzw. zwischen den Kissen der Couch, wenn man so will.

Gretchen Rubin wäre nicht Gretchen Rubin, wenn sie von nun an einfach mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen würde. Nein, ein Glücksprojekt will geplant und umgesetzt werden. Diesmal geht es im September los, dem Anfang des akademischen Jahres, mit zwölf guten Vorsätzen und zwölf verschiedenen Schwerpunkten, im Grunde genauso wie bei Gretchen Rubins erstem Glücksprojekt, diesmal aber kommen sie alle aus dem Bereich der Häuslichkeit. So nimmt sich Gretchen Rubin zum Beispiel vor ihr Heim saisonal zu dekorieren, an kleineren amerikanischen Feiertagen (zum Beispiel dem Valentinstag oder St. Patrick’s Day) für ihre Familie ein festliches Frühstück zuzubereiten, ihrem Mann mehr Arbeit im Haushalt abzunehmen und einen Nachmittag in der Woche mit ihrer ältesten Tochter Abenteuer zu erleben.

Das ganze liest sich ganz locker und leicht, und bietet nebenbei einiges an Anregungen für eigene kleine Projekte rund ums Familienleben, ob man nun der häusliche Typ ist oder eher nicht. Ich zum Beispiel habe mich von Gretchen Rubin dazu inspirieren lassen in diesem Jahr mal nicht nur für Weihnachten sondern auch für den Herbst zu dekorieren und ich muss sagen, dass es meine kleine Dachgeschosswohnung um einiges gemütlicher gemacht hat. Ein ganzes Jahr mit Vorsätzen zu versehen, dafür habe ich zwar nicht den nötigen Atem, schließlich habe ich im Leben auch noch andere Verpflichtungen, während Gretchen Rubin quasi Hauptberuflich auf Glücksjagd geht. Ihr dabei zuzuhören machte aber trotzdem großen Spaß.

Und das auch wenn wir uns nicht wirklich ähnlich sind, ich mich nicht in der Autorin wiederfinden kann. Gretchen Rubin ist zufrieden mit ihrem bescheidenen Leben nach traditionellen Rollenvorbildern. Ich persönlich wäre das nicht, und so konnte ich mich nicht mit jedem Kapitel des Buchs identifizieren. Wer als Person die Tendenz hat in die Welt aufzubrechen und nach Abenteuern zu streben, dem wird es sicher ähnlich gehen. Abgesehen davon scheint mir die Autorin aber doch eine ganz sympathische Person zu sein, die ihre Familie über alles liebt und diese im Zuge dessen auch glücklich sehen will. Und so arbeitet sie an sich selbst, arbeitet daran liebevoller, geduldiger und aufmerksamer zu werden und ich kann ihr an dieser Stelle nur die Daumen drücken, dass ihr Mann und ihre beiden Töchter es ihr in Zukunft gleich tun werden.

Letztlich ist „Happier at Home“ ein überaus unterhaltsames Buch, ob man sich nun selbst gerne gute Vorsätze macht oder nicht – oder wie ich seine guten Vorsätze nur äußerst selten einhält 😉 Gretchen Rubin führt humorvoll und introspektiv, dabei aber voller Tatendrang, durch ihr Jahr des glücklichen Zuhauses. Die Leserin darf sie dabei begleiten, dekoriert und archiviert zusammen mit der Autorin und redet ihr gut zu, wenn diese versucht ihre Angst vorm Fahren in der Millionenmetropole New York zu überwinden. „Happier at Home“ kann dabei auf vielerlei Art und Weise gelesen werden, als Autobiografie der Autorin, als Anleitung für das eigene Glücksprojekt oder einfach als kleiner Einblick in das Leben einer New Yorker Familie mit einem besonders schönen, besonders gemütlichen Zuhause.

Happier at Home – Gretchen Rubin – ISBN 978.0.307.88678.1

Für Leserinnen, die…

  • …selbst auch ein Glücksprojekt planen.
  • …es zu Hause immer noch am schönsten finden.
  • …sich gerne gute Vorsätze machen, und diese auch einhalten.

Am besten kombiniert…

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