Die Bücherphilosophin liest die Longlist des „Stella Prize“ 2016…

Für die meisten Leserinnen dürfte der „Bailey’s Women’s Prize for Fiction“ (früher auch „Orange Prize“ oder einfach „Women’s Prize for Fiction“) ein Begriff sein. Doch wie sieht es mit der kleinen Schwester des weltweit bekannten, aber letztlich doch nicht einzigen, Preises für Literatur aus Frauenhand dem australischen „Stella Prize“ aus?! Mir ist der „Stella Prize“ ein Begriff seitdem ich „Mateship with Birds“ von Carrie Tiffany gelesen habe, das Buch war nämlich für beide Frauenliteraturpreise nominiert und das stand so auf dem Cover. Näher über den Preis und die Preisträgerinnen habe ich mich allerdings erst informiert, als ich meinem Blog eine neue, femininere Richtung gab. Im Zuge dessen möchte ich hier nun für den „Stella Prize“ 2016 und seine potenziellen Preisträgerinnen etwas die Werbetrommel rühren.

Der „Stella Prize“ ist noch verhältnismäßig jung. Er wird seit 2013 verliehen, das von mir erwähnte „Mateship with Birds“ von Carrie Tiffany war übrigens die erste Preisträgerin. Der Preis ist mit 50.000 australischen Dollar dotiert, das sind umgerechnet etwa 33.500 Euro. Anders als beim „Bailey’s Women’s Prize for Fiction“ darf die Jury des „Stella Prize“ auch Männer enthalten, die sind allerdings deutlich in der Minderzahl – dieses Jahr ist es beispielsweise nur ein einziger, namentlich Geordie Williamson. Auch meine Lieblingsautorin Emily Maguire entscheidet in diesem Jahr über die Vergabe des „Stella Prize“; insofern bin ich schon sehr gespannt, wer ihn am Ende mit nach Hause nehmen darf.

Nicht alle Bücher der Longlist sind bisher auf dem europäischen Markt zu kaufen. Insofern habe ich mich nun erst einmal mit den Büchern eingedeckt, die hierzulande erhältlich und für mich persönlich erschwinglich sind. Da wären zum Beispiel die elektronischen Versionen von:

und die gedruckten Ausgaben von:

Ich nehme mir vor die hier aufgelisteten Bücher, mit etwas Glück vielleicht sogar die gesamte Longlist, bis zur Bekanntgabe der Shortlist am 10. März 2016 zu lesen und hier vorzustellen. Wer wie ich auch gerne mal auf Englisch liest, dem kann ich die oben genannten Ebooks ans Herz legen, die sind im Moment nämlich beide für unter €5 bei amazon zu haben.

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7 Kommentare zu „Die Bücherphilosophin liest die Longlist des „Stella Prize“ 2016…“

    1. Danke! Ich habe auch schon mit dem Lesen angefangen. „A Guide to Berlin“ von Gail Jones hat meiner Meinung nach auf jeden Fall Shortlist-Potenzial.
      Schade, dass es in Deutschland keinen Frauenliteraturpreis gibt, genug talentierte Autorinnen hätte der deutschsprachige Raum auf jeden Fall.

      Von den „Stella Prize“ Büchern werden in den nächsten paar Jahren sicher einige ins Deutsche übertragen. Vielleicht sind Deine drei Favoriten ja auch dabei 🙂

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      1. Hallo Katharina.
        Ich muss jetzt noch einmal schreiben.
        Mir geht nämlich eine Idee nimmer aus dem Kopf:
        wir könnten doch „unseren“ eigenen Preis vergeben? Einen Blogger-Frauenliteraturpreis oder sowas?
        Fixe Idee, ich weiß… Hat auch noch keinen weiteren Rahmen… Aber ich musste es jetzt mal posten…
        Liebe Grüße,
        Mina

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  1. Hallo liebe Katarina!
    Danke für den Beitrag, denn mir war der Preis wirklich bis zu deinem Artikel völlig unbekannt. Ich finde es immer spannend, welche Bücher dadurch ins Bewusstsein rücken, die mir (und anderen) sonst womöglich nie bekannt geworden wären. Auch wenn ich sonst kein Mensch bin, der sich etwas aus Buchpreisen macht. Ausnahme hier bilden der Literaturnobelpreis, weil hier eben Themen und nicht ach-so-tolle-Stilistik im Fokus stehen sowie der Man Booker Prize und der frühere Orange Prize, weil diese beiden immer etliche Titel unter den Preisträgern und Nominierten haben, die mich begeistern. Leider hat der Orange Prize für mich nun einen etwas schalen Beigeschmack bekommen, da ich noch skeptisch bin, inwieweit die Literatur wirklich noch eine Rolle spielt, wenn ein Likörunternehmen hinter dem Preis steckt. Doch wer weiß, vielleicht werde ich in diesem Jahr doch noch positiv überrascht…

    Aber bevor ich weiter abschweife, wünsche ich dir wunderbare Lesestunden und bin schon sehr gespannt, was du uns hinterher über die Bücher berichten wirst. Auf dein Urteil ist Verlass und wenn du begeistert wirst, werde ich den ein oder anderen Titel auf meine Leseliste setzen.

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    1. Ich bin sonst auch keine große Longlist/Shortlist Leserin. Auf ein paar Romane wird man ja immer aufmerksam, aber mich stur durch die Vorauswahl zu lesen, unabhängig vom Thema des Romans, das habe ich so noch nie gemacht. Bisher gefällt mir mein „Stella Prize“ Projekt aber ganz gut. Nicht alle Bücher sind Volltreffer, aber ansprechend geschrieben sind sie trotzdem.

      Wer den „Women’s Prize for Fiction“ sponsert, das sollte Dir nicht die Freude an der Lektüre nehmen. Das sind letztlich doch nur Geldgeber, die nix zu sagen haben – ob es nun Orange ist oder Bailey’s.
      Was mich persönlich am Sponsorwechsel gestört hat, ist das Klischee, das dem Toffeelikör marketingbedingt innewohnt – und durch dessen Sponsoring auch ein bisschen auf den Preis übertragen wird.
      Ansonsten mache ich mir aber keine Sorgen um die Longlist. Dieses Jahr ist u.a. auch Journalistin und Feministin Laurie Penny in der Jury – die wird schon was Gutes aussuchen 😉

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      1. Ja, ich gestehe, ein wenig Angst habe ich schon, dass Bailey’s nicht nur Sponsor bleibt, sondern eventuell auch die Buch- oder Juryauswahl beeinflusst – nicht mal unbedingt bewusst, sondern vielleicht auch in der Form, dass der ein oder andere vielleicht von einer Jurytätigkeit oder einem Einreichen von Titel absieht, nur wegen des Likörimages bzw. dem Unverständnis, warum ein Likörunternehmen Literatur fördert. Aber warten wir es einfach ab. In der Vergangenheit war der Preis bzw. dessen Longlist immer ein Garant für tolle Lesestunden – das wird sich ja auch nicht von heute auf morgen ändern. Ich werde mir die Nominierten in jedem Fall wieder näher ansehen.

        Deinen Beitrag über das erste Buch der Stella Prize Longlist habe ich übrigens mit großem Interesse gelesen und bin nun trotz deiner ernüchternden Worte am Artikelende neugierig geworden. Dabei war „A Guide to Berlin“ einer der Titel, die mich anfänglich gar nicht sonderlich reizten… Auch so etwas kann ein guter Artikel bewirken. Daher danke für deine Eindrücke!

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