(Sachbuch) Why not me? von Mindy Kaling

Kaling wurde als Vera Mindy Chokalingam geboren, sie besuchte das Dartmouth College. Im Jahr 2005 gab Kaling ihr Schauspieldebüt in dem Film „Jungfrau (40), männlich, sucht…“. Es folgten Auftritte in verschieden Film- und Fernsehproduktionen. Bekannt wurde sie durch ihre Mitwirkung als Drehbuchautorin und Darstellerin der Kelly Kapoor in der Fernsehserie „Das Büro“ und für die mit ihrer Hilfe geschaffene Serie „The Mindy Project“, in der sie seit 2012 die Titelrolle spielt. (Quelle: Wikipedia)

41sDffmOkXL._SX309_BO1,204,203,200_In Why Not Me?, Kaling shares her ongoing journey to find contentment and excitement in her adult life, whether it’s falling in love at work, seeking new friendships in lonely places, attempting to be the first person in history to lose weight without any behavior modification whatsoever, or most important, believing that you have a place in Hollywood when you’re constantly reminded that no one looks like you. Mindy turns the anxieties, the glamour, and the celebrations of her second coming-of-age into a laugh-out-loud funny collection of essays that anyone who’s ever been at a turning point in their life or career can relate to. And those who’ve never been at a turning point can skip to the parts where she talks about meeting Bradley Cooper.

Meine erste Begegnung mit Mindy Kaling fand in Form ihres ersten Buchs „Is everyone hanging out without me?“ statt, noch bevor ich auch nur eine einzige Folge ihrer TV-Serie „The Mindy Project“ geschaut hatte. Mittlerweile bin ich süchtig und konnte mich daher nicht zurück halten, als ich sah, dass Mindy Kaling ein neues Buch veröffentlicht hat – und das obwohl ich ihr erstes Buch eher durchschnittlich und nicht halb so humorvoll fand wie zum Beispiel vergleichbare Bücher von Tina Fey oder Amy Poehler. Trotzdem wollte ich Mindy Kaling noch eine Chance geben, bzw. war ich viel zu neugierig auf „Why not me?“ als dass ich es hätte links liegen lassen können. Leider ist sein Unterhaltungsfaktor, ähnlich wie „Is everyone hanging out without me?“, eher im Mittelfeld angesiedelt.

Das Buch selbst besteht aus einer Reihe mal mehr und mal weniger humorvollen Essays aus dem Leben von Autorin Mindy Kaling. Wie schon Kalings erstes Buch, ist auch „Why not me?“ nur in Ansätzen chronologisch. Das Buch beginnt mit einer Reihe von Kapiteln über die Schönheitsgeheimnisse der Stars, welche das im einzelnen sind habe ich mir ehrlich gesagt nicht gemerkt – mir ist das alles etwas zu aufwendig. Es geht unter anderem um Ernährungstrends, Kalings Versuche ihre persönliche Fitnesstrainerin vom Training abzuhalten, Hausbesuche zwecks Selbstbräunung und Haar Extensions, die angeblich ganz Hollywood mit dem indischen Subkontinent verbinden. Diese halbernste Schilderung des hollywoodschen Schönheitswahns ist äußerst unterhaltsam und lässt mich beschwingt in das Buch einsteigen.

Anschließend schreibt Mindy Kaling über ihren Job bei der amerikanischen Version der Erfolgsserie „The Office“, davon wie sie die Chance bekam eine eigene TV-Serie zu konzipieren und davon wie diese TV-Serie zu einem Erfolg wurde. Diese Passagen sind vor allem dann interessant, wenn man als Leserin das Endprodukt, namentlich „The Mindy Project“ kennt. Wer die Serie (noch) nicht gesehen hat, der dürfte sich an dieser Stelle wohl etwas langweilen – so ging es mir zumindest während der Kapitel über „The Office“, das ich zwar vom Hörensagen kenne, aber nie selbst geschaut habe. In diesem Abschnitt des Buchs kommen auch Kollegen, bzw. Mentoren von Mindy Kaling zu Wort, wenn auch nur kurz – in der Hörbuchversion lesen sie ihre Texte übrigens selbst.

Als Mindy Kaling mir allerdings von einer beinahe Affäre mit einem Pressesprecher der amerikanischen Regierung erzählt und diese Geschichte, die im Grunde gar keine ist, schließlich kam es nie zu einem Verhältnis, Ausmaße annimmt, die vorherige Schilderung ihres Werdegangs bei weitem in den Schatten stellen, driftet meine Aufmerksamkeit ab. Wie schon während der Lektüre ihres Debüts, das teilweise aus albernen Listen besteht, habe ich nun das Gefühl, dass Mindy Kaling schon wieder nicht genug Material für ein ganzes Buch hatte. Schließlich ist sie keine vierzig ihre Biografie ist also verhältnismäßig schnell erzählt, da reicht vielleicht schon ein Wikipedia Artikel. Doch Kaling schreibt ein Buch und das obwohl sie gar nicht so viel zu erzählen hat, bzw. den Leser darin nie ganz an sich heran lässt.

Im Grunde ist „Why not me?“ als humorvolles Intermezzo im ansonsten manchmal etwas zu ernsten Lesealltag zu verstehen. Es ist keine ernst zu nehmende Autobiografie, dafür hält sich die Autorin viel zu bedeckt, plaudert zwar aus dem Nähkästchen, gibt aber gleichzeitig nichts von Substanz über sich preis. Wer dem „Mindy Project“ verfallen ist, den wird dessen Entstehungsgeschichte sich gut unterhalten, die weniger interessanten Passagen kann frau zur Not auch überfliegen. Für mich war die Lektüre zwar keine Offenbarung weder im persönlichen noch im literarischen Sinne, dennoch war sie für einen lustigen Abend gut und mehr habe ich letztlich auch nicht erwartet.

Why not me? – Mindy Kaling – ISBN 978.0.804.13814.7

Für Leserinnen, die…

  • …hinter die Kulissen der TV-Serie „The Mindy Project“ schauen wollen.
  • …nach Hollywood-erprobten Beauty Tipps suchen.
  • …über sich selbst lachen können.

Am besten kombiniert mit…

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