(Die Sonntagsleserin) ist zurück im – Hatschi! – Sattel; hust, hust…

Nach einer Woche Zwangspause startet die Sonntagsleserin wieder durch, auch wenn meine Erkältung mich Anfang dieser Woche immer noch ein bisschen piesackte. Viel gelesen habe ich demnach nicht, und ich bin mir an diesem Punkt auch noch nicht ganz sicher, ob meine Lesewoche überhaupt einen Beitrag verdient – länger als eine Woche aussetzen möchte ich aber nicht… Insofern versuche ich es einfach mal, vielleicht schaffe ich es ja mich (und dich) zu überraschen. Einen Grund zur Freude gab es letzte Woche übrigens doch, trotz Erkältung, Bloggerkollegin Alena Vogel hat mich für den Liebster Award nominiert; vielen Dank dafür 🙂

Vor den Augen…

Letzte Woche war ich so verschnupft, dass ich kaum aus den Augen gucken konnte – insofern hatte ich endlich mal Gelegenheit den Serienstau auf meinem Netflix-Konto etwas abzulassen. Diese Woche fing ich langsam wieder an zu lesen; Sachbücher schienen mir an dieser Stelle der sanftere Einstieg. Schließlich muss frau sich bei deren Lektüre nicht auch noch auf einen roten Faden konzentrieren.

cover124172-mediumAlgorithms of Oppression von Safiya Umoja Noble… In Algorithms of Oppression, Safiya Umoja Noble challenges the idea that search engines like Google offer an equal playing field for all forms of ideas, identities, and activities. Data discrimination is a real social problem; Noble argues that the combination of private interests in promoting certain sites, along with the monopoly status of a relatively small number of Internet search engines, leads to a biased set of search algorithms that privilege whiteness and discriminate against people of color, specifically women of color.  Through an analysis of textual and media searches as well as extensive research on paid online advertising, Noble exposes a culture of racism and sexism in the way discoverability is created online.

51-AK0iFGsL._SX330_BO1,204,203,200_Coming of Age on Zoloft von Katherine Sharpe… A compelling and troubling exploration of a generation raised on antidepressants, and a book that combines expansive interviews with substantive research-based reporting, Coming of Age on Zoloft is a vitally important and immediately engrossing study of one of America’s most pressing and omnipresent issues: our growing reliance on prescription drugs. Katherine Sharpe addresses the questions that millions of young men and women are struggling with. Combining stout scientific acumen with first-person experience gained through her own struggle with antidepressants, Sharpe leads the reader through a complex subject, a guide towards a clearer future for all.

Auf den Ohren…

Hörbücher haben mich auch während meiner kleinen Auszeit begleitet – da kann frau so schön die Augen schließen und entspannen 😉 „Als der Tag begann“ habe ich schon seit Beginn meiner Zeit als Bloggerin lesen wollen, habe aber bis jetzt nie Nägel mit Köpfen gemacht – warum eigentlich nicht?! „The Bling Ring“ von Sofia Coppola ist einer meiner Lieblingsfilme, und da ich Geschichten gerne mal von hinten aufrolle, inspirierte der Film mich diese Woche auch noch das dazugehörige Buch zu lesen.

51OGp6RrWjL._AA300_Als der Tag begann von Liz Murray… Schon als kleines Kind weiß Liz Murray, was es heißt, am Existenzminimum zu leben. Armut und Hunger bestimmen den Alltag ihrer Familie. Doch obwohl die Hippie-Eltern drogenabhängig sind, erleben Liz und ihre Schwester Lisa nicht nur Elend und Leid. Im Gegenteil, ihr Vater ist ein schräger, aber liebevoller Mensch, und er bringt seinen Töchtern bei, nicht auf das Geschwätz der Leute zu hören, sondern der Welt kritisch zu begegnen. Die Momente des Glücks sind dennoch kurz. Mit 15 ist Liz obdachlos, schwänzt die Schule und zieht mit anderen Kindern, die auch nirgends hingehören, durch die Straßen. Erst als ihre Mutter an Aids stirbt, wird Liz klar, dass sie so nicht enden will. Mit großer Willenskraft und einem Durchhaltevermögen, das sie selbst erstaunt, schafft sie mit 19 ihren Highschool-Abschluss und macht ihren Weg bis an die Eliteuniversität Harvard.

61rixBAtE9L._AA300_The Bling Ring von Nancy Jo Sales… The Bling Ring by Vanity Fair writer Nancy Jo Sales is an in-depth expose of a band of beautiful, privileged teenagers who were caught breaking into celebrity homes and stealing millions of dollars worth of valuables. With a list of victims that reads like a „Who’s Who“ of young Hollywood, including Lindsay Lohan, Orlando Bloom, Paris Hilton, and Rachel Bilson, The Bling Ring is the stuff of writers‘ imaginations—with one exception—it’s a true story. The media asked: Why would a group of kids who already had designer clothes, money, cars, and status take such risks? Award-winning journalist Nancy Jo Sales found the answer: They did it because they could. And because it was easy. The Bling Ring: How a Gang of Fame-Obsessed Teens Ripped Off Hollywood and Shocked the World is a shocking look at the seedy world of the real young Hollywood.

Neu im Regal…

Diese Woche gibt es zur Abwechslung mal wieder was zu berichten. Denn nach den Strapazen der letzten Woche hatte ich das Gefühl mir etwas gönnen zu dürfen – auch wenn ich streng genommen schon auf Weihnachtsgeschenke spare. Da ich im Zuge meiner netgalley Präsenz gerade eine ganze Horde neuer Autorinnen kennen lerne, wollte ich als Gegengewicht mal wieder alte Bekannten in mein eigenes Zimmer einladen. Die folgenden drei Autorinnen, haben mich in den letzten Jahren mit ihren Büchern unterhalten, berührt und begeistert.

51d0ClBxQZL._SX319_BO1,204,203,200_Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt von Jesmyn Ward… Jojo und seine kleine Schwester Kayla leben bei ihren Großeltern Mam and Pop an der Golfküste von Mississippi. Leonie, ihre Mutter, kümmert sich kaum um sie. Sie nimmt Drogen und arbeitet in einer Bar. Wenn sie high ist, wird Leonie von Visionen ihres toten Bruders heimgesucht, die sie quälen, aber auch trösten. Mam ist unheilbar an Krebs erkrankt, und der stille und verlässliche Pop versucht, den Haushalt aufrecht zu erhalten und Jojo beizubringen, wie man erwachsen wird. Als der weiße Vater von Leonies Kindern aus dem Gefängnis entlassen wird, packt sie ihre Kinder und eine Freundin ins Auto und fährt zur »Parchment Farm«, dem staatlichen Zuchthaus, um ihn abzuholen. Eine Reise voller Gefahr und Hoffnung. (Der erste Besuch war 2014 mit „Vor dem Sturm“.)

41UBw6bp1aL._SX311_BO1,204,203,200_Das Wunder von Emma Donoghue… Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O’Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht? (Der erste Besuch war 2011 mit „Raum“.)

51mdAGMBTBL._SX324_BO1,204,203,200_Today will be different von Maria Semple… Eleanor Flood knows she’s a mess. But today will be different. Today she will shower and put on real clothes. She will attend her yoga class after dropping her son, Timby, off at school. She’ll see an old friend for lunch. She won’t swear. She will initiate sex with her husband, Joe. But before she can put her modest plan into action – life happens. For today is the day Timby has decided to pretend to be ill to weasel his way into his mother’s company. It’s also the day surgeon Joe has chosen to tell his receptionist – but not Eleanor – that he’s on vacation. And just when it seems that things can’t go more awry, a former colleague produces a relic from the past – a graphic memoir with pages telling of family secrets long buried and a sister to whom Eleanor never speaks. (Der erste Besuch war 2014, während meiner Blogpause, mit „Wo steckst du, Bernadette“.)

Nur zu Besuch…

Als ich die dieswöchige Sonntagsleserin zu komponieren begann, hatte ich ein bisschen Angst nicht genügend Links zusammen zu kriegen – ich hab’s am Anfang des Beitrags ja schon angedeutet. Denn so viel Zeit habe ich nicht im Internet verbracht seitdem wir uns das letzte Mal lasen. Dann jedoch erinnerte ich mich daran, dass es nicht darum geht dich hier mit Links zu erschlagen, sondern einfach ein paar Perlen mit dir zu teilen, die du bei der Fülle an lesenswerten (ebenso wie völlig überflüssigen) Artikel im Internet sonst vielleicht übersehen hättest.

An dieser Stelle wird es für mich persönlich; seit dem Abi schlafe ich schlecht. Wenn mein Hausarzt mich fragt, dann komme ich auf sieben bis neun Stunden pro Nacht. Aber irgendwas stimmt trotzdem nicht – oder bilde ich mir das etwa nur ein?!

Diese Woche bin ich auf meinen Bummeltouren durch das WWW fast zufällig auf den Stoff-Künstler Benjamin Shine gestoßen und möchte dich an dieser Stelle zu einer Google  Bildersuche (oder auch DuckDuckGo, wenn dir deine Privatsphäre wichtig ist) auffordern – es lohnt sich!

Krank sein ist Mist, darauf können wir uns sicher einigen, Vitamin C nehmen soll da auch nicht viel helfen und mein Lieblings-Joghurt macht den Hals wund. Was ich mich in den letzten zwei Wochen immer wieder fragte war, was soll ich denn nun essen damit es mir endlich wieder besser geht?!

Diesen Artikel möchte ich dir diese Woche besonders ans Herz legen; ein feinfühliges Portrait einer jungen Berlinerin mit Down-Syndrom, ihr Leben und ihre große Liebe. Genau das richtige, um etwas herzliche Farbe in das spätherbstliche Grau zu bringen.

Wenn es, wie diese Woche leider wieder, draußen chronisch eklig ist, träume ich mich gerne an idyllische Orte. Hiermit lade ich dich ein, mich doch mal ein Stück auf meiner virtuellen Reise durch Deutschland und die Welt zu begleiten.

Diese Woche bin ich auf meinem Weg durch den Alltag mehrmals über den „Black Friday“ gestolpert – eine amerikanischen Rabattaktion, die ich bisher nur aus einer „New Girl“ Episode kannte. Ob wir Deutschen diese Shopping-Tradition so unbedarft übernehmen sollten, frage ich mich spätestens seit ich dieses Video geschaut habe – die spinnen, die Amerikaner. (Mein Tipp: ohne Ton laufen lassen und ganz in Ruhe online shoppen 😉 )

Genug geplaudert, meine liebe Leserin. Ich verabschiede mich nun fürs Erste in den Sonntag und wünsche Dir noch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

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2 Kommentare zu „(Die Sonntagsleserin) ist zurück im – Hatschi! – Sattel; hust, hust…“

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