(Die Sonntagsleserin) Die Software ist willens, die Hardware ist schwach…

Und manchmal ist es auch umgekehrt, die Kombination ist dabei eigentlich egal. Denn beides hält mich vom Lesen und Bloggen ab, und das frustet manchmal ganz schön – besonders dann wenn Beiträge anfangen seltener zu  werden, wie das in den letzten beiden Wochen leider der Fall war. Dann wiederum habe ich Tage an denen ich mich selbst überrasche. Letztlich geht es beim Bloggen doch darum die richtige Balance zu finden, und sich dabei keine Sehnenentzündung zuzuziehen. Vielleicht bringt das neue Jahr ja den Durchbruch, und bis  dahin habe ich schließlich noch ein bisschen Zeit zum üben. Sag mal, meine liebe Leserin, wie kriegst du eigentlich die richtige Balance zwischen Lesen, Leben und Bloggen hin? 

Vor den Augen…

Nach wie vor bin ich knietief in meinen netgalley Verpflichtungen, und daran wird sich bis Ende des Jahres wohl nichts ändern. Auf der einen Seite stresst mich das schon ein bisschen. Auf der anderen Seite sind die Bücher aber alle super interessant und ich will sie auch alle unbedingt lesen – ein Luxusproblem also 😉

51MT6rYYvmL._SX328_BO1,204,203,200_The End We Start From von Megan Hunter… In the midst of a mysterious environmental crisis, as London is submerged below flood waters, a woman gives birth to her first child, Z. Days later, the family are forced to leave their home in search of safety. As they move from place to place, shelter to shelter, their journey traces both fear and wonder as Z’s small fists grasp at the things he sees, as he grows and stretches, thriving and content against all the odds. This is a story of new motherhood in a terrifying setting: a familiar world made dangerous and unstable, its people forced to become refugees. And yet, though the country is falling apart around them, this family’s world – of new life and new hope – sings with love.

51zDSGI3SbL._SX331_BO1,204,203,200_Inside Private Prisons von Lauren-Brooke Eisen… From divestment campaigns to boardrooms to private immigration-detention centers across the Southwest, Eisen examines private prisons through the eyes of inmates, their families, correctional staff, policymakers, activists, Immigration and Customs Enforcement employees, undocumented immigrants, and the executives of America’s largest private prison corporations. Private prisons have become ground zero in the anti-mass-incarceration movement. Universities have divested from these companies, political candidates hesitate to accept their campaign donations, and the Department of Justice tried to phase out its contracts with them. On the other side, impoverished rural towns often try to lure the for-profit prison industry to build facilities and create new jobs. Neither an endorsement or a demonization, Inside Private Prisons details the complicated and perverse incentives rooted in the industry, from mandatory bed occupancy to vested interests in mass incarceration.

41u9EGccnDL._SX323_BO1,204,203,200_Her body and other parties von Carmen Maria Machando… In her provocative debut, Carmen Maria Machado demolishes the borders between magical realism and science fiction, comedy and horror, fantasy and fabulism. Startling narratives map the realities of women’s lives and the violence visited on their bodies, both in myth and in practice. A wife refuses her husband’s entreaties to remove the mysterious green ribbon from around her neck. A woman recounts her sexual encounters as a plague spreads across the earth. A salesclerk in a mall makes a horrifying discovery about a store’s dresses. One woman’s surgery-induced weight loss results in an unwanted house guest. Bodies become inconsequential, humans become monstrous, and anger becomes erotic. A dark, shimmering slice into womanhood, Her Body and Other Parties is wicked and exquisite.

Auf den Ohren…

Diese Woche hatte ich keinen konkreten Plan dafür, welche Art von Buch ich hören wollte. Daher ist es wie so oft eine wilde Kombination geworden, wobei mich „The Velvet Rage“ einfach generell interessiert hat und „Erfinde dich neu“ mich im Endspurt des Jahres auf meine Neujahrsvosätze vorbereiten soll, bzw. darauf sie auch einzuhalten 😉

61c+BYiDbAL._AA300_The Velvet Rage von Alan Downs… The most important issue in a gay man’s life is not „coming out“, but coming to terms with the invalidating past. Despite the progress made in recent years, many gay men still wonder, „Are we better off?“ The byproduct of growing up gay in a straight world continues to be the internalization of shame, rejection, and anger – a toxic cocktail that can lead to drug abuse, promiscuity, alcoholism, depression, and suicide. Drawing on contemporary psychological research, the author’s own journey, and the stories of many of his friends and clients, Velvet Rage addresses the myth of gay pride and outlines three stages to emotional well-being for gay men.

51iEvr+YymL._AA300_Erfinde dich neu von Gretchen Rubin… Es bedarf einiges an Einsatz, um eine neue Gewohnheit zu entwickeln, aber hat man sie einmal etabliert, kann man die dadurch gewonnene Energie nutzen, um sich ein glücklicheres, gestärktes und produktiveres Leben aufzubauen. „Erfinde Dich Neu“ bietet der Leserin eine konkrete Anleitung, die eigenen Gewohnheiten zu durchschauen, um sie dadurch dauerhaft verändern zu können. Durch Rubins mitreißende Art zu Schreiben, ihren Humor, und ihre intensiven Nachforschungen, gepaart mit anschaulichen Fallbeispielen von tiefgreifenden Lebensveränderungen, schafft sie es, der Leserin die nicht immer auf Anhieb ersichtlichen Grundprinzipien der Entstehung von Gewohnheiten nahezubringen. Wer aufhören möchte, ständig auf sein Handy zu schauen, wer sein Gewicht halten oder das Durchhaltevermögen aufbringen will, ein wichtiges Projekt zu Ende zu führen, der findet in diesem Buch die richtige Antwort.

Neu im Regal…

Anfang der Woche schaute ich den neuen Film von Cate Shortland, die mein jugendliches Ich schon mit ihrem Regie-Debüt „Somersault“ begeistert hatte. „Berlin Syndrom“ ist von der Handlung und vom Ton her zwar ganz anders, aber ebenso mitreißend. Daher habe ich mir nach dem Kinobesuch auch sofort das Buch gekauft, auf dem der Film basiert. Mit der Lektüre warte ich aber wohl noch ein bisschen, dem Kopfkino zu liebe – auch wenn es schlimmeres gibt als Max Riemelt in der Rolle des schüchternen Entführers zu sehen 😉

51aTd4KY6HL._SX325_BO1,204,203,200_Berlin Syndrom von Melanie Joosten… In 2006, the once-divided city of Berlin still holds its share of secrets. One afternoon, near the tourist trap of Checkpoint Charlie, Clare meets Andi and feels an instant attraction to him. When Andi invites her to stay, Clare thinks she may finally have found somewhere to call home. But as the days pass and the walls of Andi’s apartment close in, Clare begins to wonder if it’s really love that Andi is searching for if it’s something else altogether. This novel is a closely observed and gripping psychological thriller that shifts between Andi’s and Clare’s perspectives, revealing the power of obsession, the fluidity of truth, and the kaleidoscopic nature of human relationships.

Nur zu Besuch…

Ähnlich wie meine Lektüre diese Woche, hat auch meine Linkliste keinen Plan. Ein bisschen Popkultur, ein bisschen Kunstszene, ein bisschen Reisen, dazu noch eine Prise Vorweihnachtszeit und Jahresbilanz – eine Liste für Leserinnen, die sich nicht festlegen wollen; von einer Bloggerin, die das nur zu gut nachvollziehen kann.

Die Zeiten der weiblichen Beinbretzel sind vorbei; endlich trauen auch Frauen sich Platz weg zu nehmen. Auf Twitter heißt das #womanspreading und ist ein Trend, der zum mitmachen reizt. Wer hat nicht gerne mal beide Armlehnen für sich, ich schon 😉

In der Mitte zwischen Hashtags und Feminismus findet sich die Kunstszene wieder, zumindest dann wenn es um Cyberfeminismus und 20 Jahre später um post-Cyberfeminismus geht. Eine kulturkritische Kunstrichtung mit sozialem Gewissen.

Im neuen Jahr sieht es finanziell düster aus für gleich zwei feministische Blogs, namentlich Feministing und Feminist Frequency. Im schlimmsten Fall drohen diese sogar offline zu gehen. Insofern bitte ich dich dir beide Seiten einmal anzuschauen und, wenn du etwas übrig hast, ein bisschen zu spenden.

Das alte Jahr ist bald vorbei und schon sind sie wieder in aller Munde, die besten Bücher 2017. Doch sollte man als Leserin da vielleicht lieber weg hören? Ich meinerseits freue mich immer über Anregungen, vor allem wenn die Frauen mal ausnahmsweise die Nase vorn haben, wie zum Beispiel bei der New York Times.

Gerne lese ich über die Kulturen fremder Länder und das Reisen an sich, und das obwohl ich ein Mensch bin der persönliche Zufriedenheit aus der Routine des Alltags schöpft. Gerade deshalb glaube ich jedoch, tut mir eine virtuelle Reise so gut. Diese Woche begleitete ich zum Beispiel die rucksackjungs nach Indien, reiste in die amerikanische Wildniss und nach Neuseeland. Über das Für und Wider des Weltenbummlerdaseins schreibt schließlich eine, die sich entschlossen hat ihr Nomadenleben aufzugeben.

Warum du jetzt schon die Weihnachtsdeko herrichten solltest, besonders wenn du wie ich um diese Jahreszeit schon mal den Winterblues singst, erfährst du HIER.

Genug geplaudert, meine liebe Leserin. Ich verabschiede mich nun fürs Erste in den Sonntag und wünsche Dir noch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

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5 Kommentare zu „(Die Sonntagsleserin) Die Software ist willens, die Hardware ist schwach…“

    1. Hallo 🙂
      Das Buch habe ich mittlerweile ausgelesen, war aber nicht wirklich davon überzeugt. Mir war es zu oberflächlich, die Figuren haben nicht einmal richtige Namen – das hat mich am meisten gestört.

      LG & hab ebenfalls einen schönen Sonntag 🙂

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  1. Liebe Katarina,

    ach, das leidige Problem mit dem regelmäßigen Bloggen … Ich habe das mittlerweile für mich abgehakt, weil es nur in Stress ausartet und man schnell Motivation und Spaß verliert. Irgendwie wollen wir alle, auch ich, natürlich immer mehr Zeit zum Bloggen haben und reden uns dann schnell ein schlechtes Gewissen ein, wenn Körper, Offline-Leben, Bauchgefühl uns zu etwas anderem verleiten bzw. vom Bloggen abhalten. Aber das Bloggen ist Hobby und manchmal gehen andere Dinge einfach vor. Aktuell handhabe ich es so, dass ich unter der Woche die Abende zum Lesen nutze und den Sonntag zum Bloggen, da ich – wenn nicht gerade ein Wochenendausflug o.ä. ansteht – den Sonntag immer zur freien Verfügung habe. Aber natürlich klappt auch das nicht immer, aber dann ist mir das inzwischen auch egal, denn umso mehr freue ich mich dann, wenn ich in der Woche darauf wieder etwas schreiben kann. Und die treuen Leser bleiben sowieso – egal, ob du nun jeden zweiten Tag oder nur jeder zweite Woche bloggst. Am Ende kommt es schließlich auf die Inhalte und nicht die Quantität an. 🙂

    Ich werde nun erstmal deinen heutigen Pfaden folgen und lasse mich besonders gern wieder auf die kleinen Weltreisen ein.

    Hab einen wunderbaren 1. Advent und genieß die Vorweihnachtszeit!

    Liebe Grüße
    Kathrin

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    1. Hallo Kathrin,
      Ich freu mich von dir zu hören 🙂
      Ich habe mal ein bisschen über deinen Kommentar nachgedacht und letztlich muss ich dir recht geben – das Leben geht vor. Als verhaltene Perfektionistin möchte ich immer alles besonders gut machen, auch wenn es nur ein Hobby ist. Aber davon muss ich weg, das merke ich in letzter Zeit immer häufiger. Das wird dann wohl mein erster Neujahrsvorsatz 😉
      LG & hab einen guten Start in die Woche!

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      1. Ja, der leidige Perfektionismus. Ich war früher auch Perfektionistin, in manchen Punkten (v.a. im Job) bin ich es noch heute. Aber gerade beim Bloggen habe ich für mich gemerkt, dass mir das einen unnötigen Druck verschafft, der mir den Spaß nimmt – was bei einem Hobby nicht sein sollte. Aber es braucht Zeit, sich das abzugewöhnen. Bei mir kam es mehr oder weniger automatisch und notgedrungen, als ich über Monate/ Jahre hinweg weit weniger Zeit und Konzentration hatte (Masterarbeit, dann der Jobeinstieg mit Umzug quer durch die Republik, Fernbeziehung etc.). Ich wünsche dir, dass du für dich das richtige Maß findest und alles gleich genießen kannst – das Bloggen wie das Leben offline. Und die Gesundheit geht sowieso vor – kein Blogartikel könnte je so wichtig sein, dass man dafür sich selbst bzw. sein eigenes Wohlbefinden vernachlässigt. Genieß einfach den Moment, egal ob online, mit Buch und Tee im Lesesessel oder ganz woanders. 🙂

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