(Die Sonntagsleserin) darf endlich die zweite Kerze anzünden…

Letzte Woche war meine Einleitung etwas kryptisch und das hat mir im Nachhinein gar nicht gefallen. Also erzähl ich dir heute einfach mal, was bei mir in der letzten Woche so los war. Am Montag habe ich (endlich) für Weihnachten dekoriert und fühle mich zu Hause nun um einiges gemütlicher. Am Dienstag war ich im Kino und habe „Die göttliche Ordnung“ geschaut; ein Film über die Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz. Sehr empfehlenswert übrigens, und mit einem unglaublich niedlichen Ende. Am Mittwoch hatte meine Tante Geburtstag, die seit neustem im Altersheim lebt und sich damit sehr schwer tut. Am Donnerstag habe ich krampfhaft versucht endlich mal wieder eine neue Rezension zu schreiben – ohne Erfolg. Am Freitag war ich dann beim Osteopathen meines Vertrauens, der mir bei meinen Karpal-Tunnel Problemen hilft, damit ich wieder öfter Bloggen kann. Am Samstag schreibe ich diesen Beitrag und für den Sonntag wünsche ich dir schon mal einen besinnlichen zweiten Advent 🙂

Vor den Augen…

Diese Woche war irgendwie der Wurm drin und ich habe eher wenig gelesen. Anfang der Woche war ich noch dabei ein paar Bücher aus der letzten Woche zu beenden; und nach meinem Kinobesuch schlief ich ein paar Tage so schlecht, dass mein Schnupfen wieder aufgelebt ist – so was frustrierendes aber auch, da denkt frau sie hat die blöde Erkältung endlich überstanden… Nächste Woche werde ich hoffentlich wieder mehr lesen, gute Bücher habe ich schließlich genug.

41jZWcOmoXL._SX312_BO1,204,203,200_Fire Sermon von Jamie Quatro… Maggie is entirely devoted to her husband Thomas, their two beautiful children, and to God. But then what begins as innocent letter writing with poet James starts to become something far more erotically charged, there meeting of minds threatening to become a meeting of bodies. As everything Maggie believes in is thrown into doubt the reader is drawn ever deeper into the battleground of her soul. Fire Sermon is a daring debut novel of obsession, desire and salvation that shows the radical light and dark of love itself. This is a visceral, rich and devastating portrait of life and loves lived and lost that cannot fail to echo in your own experience.

Auf den Ohren…

Diese Woche hatte ich zwei Comediennes auf den Ohren, und auch wenn ich beide sehr sympathisch finde, würde ich nur Bridget Christies Buch noch einmal hören – weil’s eben nicht nur um sie selbst geht, sondern um Frauen, Feminismus und Sexismus im Comedy-Betrieb. Der Humor ist manchmal ganz schön britisch (Stichwort: Sarkasmus) aber daran habe ich mich schnell gewöhnt und plane jetzt schon eine Sammel-Rezension beider Bücher, und einiger anderer Comedy-Autobiografien.

51LOdA-hS3L._AA300_The Actual One von Isy Suttie… Isy woke up one day in her late twenties to discover that the invisible deal she’d done with her best mates – that they’d prolong growing up for as long as possible – had all been in her head. Everyone around her is suddenly into mortgages, farmers‘ markets and nappies, rather than the idea of running naked into the sea or getting hammered in Plymouth with eighty-year-old men. When her dearest friend advises her that the next guy Isy meets will be The Actual One, Isy decides to keep delaying the onset of adulthood – until a bet with her mother results in a mad scramble to find a boyfriend within a month.

51XIcqUL3zL._AA300_A Book for Her von Bridget Christie… Bridget Christie is a stand-up comedian, idiot and feminist. On the 30th of April 2012, a man farted in the Women’s Studies Section of a bookshop and it changed her life forever. A Book For Her details Christie’s twelve years of anonymous toil in the bowels of stand-up comedy and the sudden epiphany that made her, unbelievably, one of the most critically acclaimed British stand-up comedians this decade, drawing together the threads that link a smelly smell in the women’s studies section to the global feminist struggle. Find out how nice Peter Stringfellow’s fish tastes, how yoghurt advertising perpetuates rape myths, and how Emily Bronte used a special ladies’ pen to write Wuthering Heights.

Neu im Regal…

Diese Woche hat die Schnäppchenjägerin in mir die innere Stimme, die mir sagt „haben wir nicht schon genug Bücher?!“ wiedermal k.o. geschlagen. Das gelingt ihr ungefähr alle zwei Wochen, wenn du die bisherigen Sonntagsleserinnen mal aneinander reihst. Im neuen Jahr muss ich dann endlich mal Nägel mit Köpfen machen und meine neuen Bücher auch lesen.

51qjb-a2DuL._SX312_BO1,204,203,200_History of Wolves von Emily Fridlund… Fourteen-year-old Linda lives with her parents in an ex-commune beside a lake in the beautiful, austere backwoods of northern Minnesota. The other girls at school call Linda ‚Freak‘, or ‚Commie‘. Her parents mostly leave her to her own devices, whilst the other inhabitants have grown up and moved on. So when the perfect family – mother, father and their little boy, Paul – move into the cabin across the lake, Linda insinuates her way into their orbit. She begins to babysit Paul and feels welcome, that she finally has a place to belong. Yet something isn’t right. Drawn into secrets she doesn’t understand, Linda must make a choice. But how can a girl with no real knowledge of the world understand what the consequences will be?

51OqgIHcBLL._SX312_BO1,204,203,200_Stay With Me von Adebayo Ayobami… Yejide is hoping for a miracle, for a child. It is all her husband wants, all her mother-in-law wants, and she has tried everything – arduous pilgrimages, medical consultations, appeals to God. But when her relatives insist upon a new wife, it is too much for Yejide to bear. It will lead to jealousy, betrayal and despair. Unravelling against the social and political turbulence of 1980s Nigeria, Stay With Me sings with the voices, colours, joys and fears of its surroundings.

Nur zu Besuch…

Wie so oft in den letzten Wochen sind meine Links alle auf Englisch. Dass das eine Barriere darstellen könnte, ist mir heute zum ersten Mal bewusst geworden. Ich hoffe du lässt dich davon nicht abschrecken, und für die nächste Woche versuche ich mal mehr lesenswertes aus dem deutschen Sprachraum zusammen zu tragen- versprochen!

Fangen wir, an diesem zweiten Advent, mal mit einem Blick hinter die Kulissen der (amerikanischen) Weihnachtsmann-Industrie an.

Eine Mutter schreibt darüber, wie schwer es ist, in dieser Zeit der wütenden weißen Männer, einen einfühlsamen Sohn zu erziehen. (Potenzielle) Eltern, die sich trotzdem der Herausforderung stellen wollen, sollten beizeiten ihr Gefühlsvokabular erweitern. Und ihren Kindern schließlich folgende Ratschläge geben.

Die Pille kann Depressionen auslösen. Wie sich diese anfühlen, willst du lieber nicht wissen… Auch Männer sind von der Epidemie betroffen, schweigen aber viel zu oft über ihre Symptome. Ein möglicher Weg aus der Depression ist Frieden zu schließen, mit dem Leben, dass wir nie gelebt haben.

Ein trans Mann spricht über seine neugewonnenen Privilegien, und wie diese ihm gezeigt haben, wie wichtig Feminismus ist. Während Blogger Mark Manson seinerseits über „toxische Männlichkeit“ reflektiert.

Zu guter letzt eine kleine Weltreise… Eine schwedische Kommune macht Politik. Argentinier lassen nichts auf ihr Nationalgetränk kommen. Junge Südkoreaner verzweifeln am Arbeitsmarkt. Finnische Schüler lassen sich Zeit beim Lernen.

Genug geplaudert, meine liebe Leserin. Ich verabschiede mich nun fürs Erste in den Sonntag und wünsche Dir noch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

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3 Kommentare zu „(Die Sonntagsleserin) darf endlich die zweite Kerze anzünden…“

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