Wo steckst du, Bücherphilosophin?

Es ist noch kein halbes Jahr her, dass ich wieder in mein eigenes Zimmer gezogen bin und schon wieder ist hier Funkstille. Diesmal liegt es aber nicht an meinem Allgemeinzustand, sondern schlicht und einfach daran, dass die Woche nicht  genug Tage hat, die Tage nicht genug Stunden, um all das zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Mit jeder neuen Followerin meldet sich das schlechte Gewissen, und auch wenn ich nach wie vor weniger Zeit zum Lesen und rezensieren habe, möchte ich diese momentane Abwesenheit nicht weiter unerklärt lassen..

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Überall und nirgends. Vielbeschäftigt, on- und offline. Ich bin gerade dabei mir eine online Präsenz für mein schreibendes Alter-Ego Caith Esra Ulvar aufzubauen. Wenn du Beweise brauchst oder einfach nur neugierig darauf bist, wie das aussehen könnte, dann schau doch mal vorbei:

caithesraulvar.com (im Web) UND @CaithEsra (auf Twitter)

Ich bereite mich nämlich langsam darauf vor meine eigene Seite auf der crowd-sourcing Plattform Patreon zu veröffentlichen. Da plane ich auf den Wegen von Amanda Palmer (siehe „The Art of Asking“) zu wandeln und meine Geschichten und Romane zu veröffentlichen. Bevor es los geht habe ich noch einiges zu tun, u.a. ein Intro-Video drehen und mich für den ersten Roman entscheiden, den ich auf Patreon veröffentlichen möchte. Ich bin ein bisschen aufgeregt – um ganz ehrlich zu sein, bin ich sehr aufgeregt – aber auch froh, dass ich meine Geschichten bald nicht nur für mich schreibe, sondern auch mit anderen teilen kann.

Wo warst du, Bücherphilosophin (1)

Ehrlich gesagt nicht viel. Ich habe in der Vorweihnachtszeit einen großen Berg an gelesenen Büchern, die darauf warten rezensiert zu werden angehäuft. Im neuen Jahr habe ich aber bisher noch kein angefangenes Buch beendet. Wenn du dich selbst davon überzeugen möchtest – HIER! geht es zu meiner goodreads Lese-Challenge 2018.

Warum ich dieses Jahr noch nichts gelesen habe lässt sich schnell erklären. Ich habe in den letzten paar Jahren zwei Romane geschrieben, die 2018 nun endlich einen Agenten/eine Agentin finden sollen. Dafür muss ich jedoch eine Synopse schreiben und das kann ich nur, wenn ich frisch im Kopf habe worum es geht. Daher habe ich besagte Romane Anfang des Jahres einmal gelesen. Das wiederum bedeutet, dass ich weniger Zeit für bereits veröffentlichte Bücher habe – irgendwann werden die Augen nämlich müde 😉

Wo warst du, Bücherphilosophin (2)

Im Moment höre ich vor allem Podcasts. Denn ich bin in letzter Zeit etwas zerstreut und kann mich ehrlich gesagt nicht wirklich auf Hörbücher konzentrieren. Rezensieren kann frau diese Podcasts nicht so wirklich, im Grunde ist es ja Radio. Empfehlen kann ich  sie aber trotzdem.

Anna-Faris-Unqualified-Podcast-ReviewAnna Farris is Unqualified… Dieser Podcast nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Anna Faris, bekannt aus den „Scary Movie“ Filmen und der TV-Serie „Mom“, plaudert mit prominenten Gästen. Besonders gefallen hat mir die aktuelle Episode in der Colin Hanks, bekannt aus der amazon Prime Serie „Life in Pieces“, zu Gast ist. Die beiden haben eine unnachahmliche Chemie und improvisieren kleine Sketche. Ihnen dabei zuzuhören machte mir einfach Spaß und verkürzte, bzw. versüßte die Monotonie des Alltags.

BAWH_2.0_AudioboomBadass Women’s Hour… ist eine Sendung im englischen Talk Radio. Wenn du gerne einem britischen Akzent lauscht, dann bist du hier richtig. Besonders interessant ist die Weihnachtsfolge 2017, die eigentlich gar nichts mit Weihnachten zu tun hat. Denn hier ist Autorin und Aktivistin Shami Chakrabarti zu Gast, deren Buch „Of Women“ ich dir ebenfalls nur ans Herz legen kann.

untitled-article-1445423163-1024x575Women of the Hour… Lena Dunham ist ja etwas kontrovers im Moment, aber ihre Radiosendung ist deshalb nicht weniger interessant. Hier hat sie Freundinnen, Kolleginnen und einmal sogar ihre Mutter, die Fotokünstlerin Laurie Simmons, zu Gast und spricht mit ihnen u.a. über Freundschaft, Beziehungen, die Arbeitswelt und Schönheitsideale.

Ein paar Hörbücher habe ich in den letzten zwei Monaten dann aber doch gehört. An dieser Stelle beschränke ich mich auf meine persönlichen Highlights.

41HAG8h2-eL._SX316_BO1,204,203,200_The Art of Asking von Amanda Palmer… Warum ist es so verdammt schwer, um Hilfe zu bitten? Amanda Palmer versucht, sich als Straßenkünstlerin und Musikerin durchzuschlagen und stellt schnell fest, dass sie ohne Unterstützung nicht weiterkommt. Doch die Überwindung, danach zu fragen, ist riesig. Bin ich schwach, wenn ich es nicht alleine schaffe? Bin ich es überhaupt wert, dass andere mir helfen? Und ist es fair, Hilfe anzunehmen? Was sie bei ihren Begegnungen auf der Straße, im Konzertsaal oder in sozialen Netzwerken erlebt, öffnet ihr die Augen: Bitten ist der fundamentale Baustein jeder Beziehung. Und Menschen, die einander wirklich sehen, wollen einander helfen.

51FW94skzhL._SX299_BO1,204,203,200_Man Up von Jack Urwin… Unter anderem ausgelöst vom frühen Tod seines Vaters hat Jack Urwin 2014 den weltweit viel beachteten Essay »A Stiff Upper Lip Is Killing British Men« im VICE Magazine veröffentlicht, dessen Themen er hier fortführt. Von der Mob-Mentalität, wie sie bei Fußballspielen und in Fight Club zur Schau gestellt wird, bis zu unseren Großvätern, die aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten, ohne je gelernt zu haben, über ihre Gefühle zu sprechen, untersucht Urwin, wie der Mythos der Maskulinität entstanden ist und warum er toxisch, ja tödlich ist. Warum tun wir uns trotzdem so schwer damit, diese fragwürdigen Ideale hinter uns zu lassen?

51v+62-Z5qL._SX329_BO1,204,203,200_Secrets and Wives von Sanjiv Bhattacharya… Gaining unprecedented access to these communities, journalist Sanjiv Bhattacharya reveals a shadow country teeming with small town messiahs, dark secrets, and stories both heartbreaking and strange. Polygamy’s dark side—incest, forced marriages, and physical abuse—is laid bare. But Bhattacharya also finds warmth in the fundamentalist diaspora and even finds himself taking an ideological stand for polygamy’s legalization.

Wo warst du, Bücherphilosophin (4)

Für den Februar plane ein paar frische Rezensionen, u.a. „Starlings“ von Jo Walton (eine SciFi/Fantasy Anthologie), „The Word for Woman Is Wilderness“ von Abi Andrews (eine feministische Road Novel) und „Of Women“ von Shami Chakrabarti (ein politisches Sachbuch). Abgesehen davon werde ich hier auf meinem Blog in den nächsten Tagen sicher noch mal Werbung in eigener Sache machen, und zwar für meinen Patreon Blog (patreon.com/caithesraulvar) auf dem ich meine eigenen Geschichten und Romane veröffentlichen werde. Dieser geht voraussichtlich am 05. Februar online. Vielleicht hast du ja Lust dir das mal anzuschauen. Ich würde mich riesig freuen!

Hab einen sonnigen & Lesereichen Tag, meine Liebe Leserin!

 

5 Kommentare zu „Wo steckst du, Bücherphilosophin?“

  1. Liebe Katarina,
    da hast du dir ja wirklich viel vorgenommen. Kein Wunder also, dass gerade wenig Zeit für das Lesen und Bloggen bleibt. Große Projekte/ Ziele erfordern Konzentration/ Fokussierung und Energie. Ich wünsche dir dafür viel Kraft und weiterhin so viel Motivation! Ich werde deine Pläne gebannt verfolgen und freue mich auf das, was kommt!
    Liebe Grüße
    Kathrin

    Gefällt 2 Personen

      1. Kann ich gut nachvollziehen. Plötzlich all die Geschichten fremden Personen zu geben, erfordert immer auch etwas Mut (es sei denn, man ist auf ungesunde Weise von sich selbst überzeugt ;)). Dir steht eine aufregende Zeit bevor, aber wenn sich deine Romane so lesen wie deine Blogartikel, habe ich keine Zweifel daran, dass du Erfolg haben wirst. Ich drücke dir fest die Daumen!

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  2. Hallo Katarina,
    viel zu tun zu haben ist doch wirklich keine Schande 😀 Der Blog sollte immer Spaß machen, du solltest dich nicht entschuldigen, nur weil es mal eine Weile nicht klappte… 🙂
    Ich höre selbst eher selten Podcasts, aber meist eher, weil ich vergesse sie herunterzuladen und ich mobil nicht so viel Internet habe. Dafür fange ich jetzt mit Hörbüchern an und bin gespannt, wie das klappt 😀

    Viel Erfolg dir bei deinem Patreon-Projekt (was auch immer das ist 😀 Ist das sowas wie ne Kaffeekasse für Blogs?)
    Jennifer

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    1. Hallo Jennifer 🙂
      Ich freu mich sehr, dass du mich besuchen kommst.
      Deinen Rat werde ich mir zu Herzen nehmen. Ich hab immer so ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht regelmäßig poste…
      Ich höre auch erst seit Anfang 2018 Podcasts. Jetzt bin ich ihnen jedoch total verfallen. Das allerdings geht auf Kosten meiner Hörbücher. Mal sehen, wie sich das über das Jahr hinweg entwickelt.
      Patreon ist eine crowd-sourcing Plattform, ein bisschen wie Kickstarter, nur auf Abo-Basis. Das hätte ich in meinem Beitrag genauer erklären sollen. Hab ich irgendwie nicht dran gedacht. Du kannst dort alle möglichen kreativen Köpfe – Musiker, Fotografen, Comiczeichner, etc. – mit einer kleinen Spende unterstützen und kriegst dafür Zugriff auf ihre Projekte. Ein ganz wunderbares System finde ich 🙂

      Wir haben zwar erst Donnerstag, aber ich wünsche dir trotzdem schon mal ein entspanntes und lesereiches Wochenende!

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